Der deutsche Gruß : Geschichte einer unheilvollen Geste / Tilman Allert

Der in Frankfurt lehrende Soziologie-Professor (zuletzt "Die Familie", ID 19/98) legt hier einen Essay zur Genese, Praxis und herrschaftstechnischen Bedeutung des so genannten "Hitlergrußes" vor, den die Nationalsozialisten 1933 gesetzlich zur Pflicht machten. Der Verfasser deute...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser:Allert, Tilman (VerfasserIn)
Format: Buch
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht:Frankfurt am Main : Eichborn, 2005
Ausgabe:1. Aufl
Schlagworte:
NS
Internet:Rezension
Rezension
Inhaltsverzeichnis
Rezension (socialnet.)
Inhaltsverzeichnis
Der deutsche Gruß
Details
Zusammenfassung:Der in Frankfurt lehrende Soziologie-Professor (zuletzt "Die Familie", ID 19/98) legt hier einen Essay zur Genese, Praxis und herrschaftstechnischen Bedeutung des so genannten "Hitlergrußes" vor, den die Nationalsozialisten 1933 gesetzlich zur Pflicht machten. Der Verfasser deutet den "deutschen Gruß" als Versuch, der vermeintlichen "Volksgemeinschaft" eine rituelle Form zu geben. Mehr Schwur als Interaktion mit einem konkreten Gegenüber, konnte man sich in ihm als Teil einer Masse zu erkennen geben, und so nutzten die Nationalsozialisten ihn auch zur Lenkung der Massen. Versuche, die Grußpflicht zu unterlaufen, waren riskant: Wer die Hand nicht erhob, wurde mit KZ bedroht. Selbst den Hunden, denen spöttische Amerikaner den deutschen Gruß andressierten, drohte Hitler den Tod an. Allert hat seine mit z.T. farbigen Abbildungen illustrierte, von der Kritik sehr gelobte Studie (Platz 1 der Bestenliste im Oktober) in einem hochabstrakten Soziologendeutsch abgefasst, was die Verbreitung in öffentlichen Bibliotheken stark einschränkt. Literaturverzeichnis, Personenregister. (3) (Engelbrecht Boese)
Beschreibung:156 S. Ill. 19 cm
ISBN:3821857617