Fluchtpunkt Film : Integrationen von Flüchtlingen und Vertriebenen durch den deutschen Nachkriegsfilm 1945-1990 / Alina Laura Tiews

Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen am Ende und in der Folge des Zweiten Weltkrieges sind kein neuartiges Phänomen der Jahrtausendwende. Vielmehr prägten audiovisuelle Erzählungen den gesellschaftlichen Umgang mit diesem Thema bereits seit dem Zeitpunkt des Geschehens. Die Studie von Ali...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser:Just, Alina Laura (VerfasserIn)
Körperschaften:Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Grad-verleihende Institution)
be.bra wissenschaft verlag GmbH (Verlag)
Format: Buch
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht:Berlin : be.bra wissenschaft verlag, [2017]
© 2017
Schriftenreihe:Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert Bd. 6
Schlagworte:
Internet:Inhaltstext
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H-Soz-Kult
Rezension
Details
Zusammenfassung:Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen am Ende und in der Folge des Zweiten Weltkrieges sind kein neuartiges Phänomen der Jahrtausendwende. Vielmehr prägten audiovisuelle Erzählungen den gesellschaftlichen Umgang mit diesem Thema bereits seit dem Zeitpunkt des Geschehens. Die Studie von Alina Laura Tiews erkundet diese bisher unbekannte Filmgeschichte von Flucht und Vertreibung für den Zeitraum des geteilten Deutschlands nach 1945. Nicht nur die Filme selbst werden darin ausgewertet, sondern ebenso unveröffentlichtes Archivmaterial zu deren Produktions- und Rezeptionsgeschichte. So weist die Untersuchung nach, wie populäre Spiel- und Fernsehfilme die unterschiedlichen Diskurse in DDR und Bundesrepublik mitgestalteten und zur Integration der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in die Nachkriegsgesellschaften beitrugen. Bei allen Unterschieden zeigen sich dabei auch überraschende Ähnlichkeiten im filmischen Umgang mit dem Thema in beiden deutschen Staaten. „Das deutsch-deutsche Spannungsverhältnis in der filmischen Rezeption von Flucht und Vertreibung hat Alina Laura Tiews in ihrer Dissertation für den Zeitraum von 1945 bis 1990 im Detail untersucht. Ihre Studie reiht sich ein in eine inzwischen recht umfangreiche Forschungsliteratur, die die deutsche Film- und Mediengeschichte der Nachkriegszeit nicht mehr mit einem genuin ost- oder westdeutschen Blick betrachtet, sondern anhand von konkreten Untersuchungsfeldern eine gesamtdeutsche, integrative Perspektive auf die kulturellen Entwicklungen in den Jahren der Teilung einnimmt. Inhaltlich bezieht sich Tiews primär auf jene Spielfilme und Fernsehmehrteiler, die beim Publikum besonders erfolgreich waren - und zwar unabhängig vom konkreten Genre, da das Thema "Flucht und Vertreibung" nicht nur in den signifikanten Trümmer- und Heimatfilmen der unmittelbaren Nachkriegszeit eine wichtige Rolle spielte, sondern später auch in Komödien, Kriminalfilmen oder Familienserien aufgegriffen wurde“ (sehepunkte.de)
Beschreibung:Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 339-363. - Personenregister
Beschreibung:368 Seiten Illustrationen, Diagramme 24 cm x 17 cm
ISBN:9783954100927
3954100924