NS-"Euthanasie" in Franken : die Heil- und Pflegeanstalt Erlangen, die "Aktion T4" und das "Hungersterben". Teil 1: Ereignis und Geschichte / Sabrina Freund, Dorothea Rettig, Susanne Ude-Koeller, Marion Voggenreiter, Karl-Heinz Leven (Hrsg.) ; mit Texten von: Robert Davidson, Juliane Engelich, Sabrina Freund, Karl-Heinz Leven, Philipp Rauh, Dorothea Rettig, Susanne Ude-Koeller, Maximilian Vitzthum, Marion Voggenreiter, Markus Wahl

Die Erlanger Heil- und Pflegeanstalt war in der NS-Zeit Ort von "Euthanasie"-Verbrechen. Von hier aus wurden über 900 behinderte und psychisch kranke Menschen in Tötungsanstalten gebracht, viele Hundert weitere wurden in den späteren Kriegsjahren Opfer der sogenannten „Hungerkost“ und der...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Weitere Verfasser:Freund, Sabrina (VerfasserIn)
Rettig, Dorothea (VerfasserIn)
Ude-Koeller, Susanne (VerfasserIn)
Voggenreiter, Marion (VerfasserIn)
Leven, Karl-Heinz (VerfasserIn)
Davidson, Robert (VerfasserIn)
Engelich, Juliane (VerfasserIn)
Rauh, Philipp (VerfasserIn)
Vitzthum, Maximilian (VerfasserIn)
Wahl, Markus (VerfasserIn)
Format: Online-Resource
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht:Köln : Böhlau, [2024]
© 2024
Schriftenreihe:Perspektiven der Medizingeschichte Band 3
Schlagworte:
Internet:kostenfrei
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Details
Zusammenfassung:Die Erlanger Heil- und Pflegeanstalt war in der NS-Zeit Ort von "Euthanasie"-Verbrechen. Von hier aus wurden über 900 behinderte und psychisch kranke Menschen in Tötungsanstalten gebracht, viele Hundert weitere wurden in den späteren Kriegsjahren Opfer der sogenannten „Hungerkost“ und der strukturellen Vernachlässigung. Für die Erlanger Anstalt waren drei Gegebenheiten spezifisch: ihre Funktion als Zwischenanstalt, ihre Lage inmitten der Stadt und die enge strukturelle Verbindung zur Erlanger Universitätspsychiatrie – die Geschehnisse waren sichtbar für die Stadtgesellschaft und die Beschäftigten und Angehörigen der Universität Erlangen. Der vorliegende Band präsentiert die ersten Ergebnisse eines mehrjährigen gemeinsamen Forschungsprojekts des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg und des Stadtarchivs Erlangen. Auf der Basis systematischer Erhebung größtenteils bislang nicht ausgewerteter Archivquellen werden die Ereignisse hinter den Anstaltsmauern in ihrem medizinischen, kommunalen und öffentlichen Kontext dargestellt und analysiert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Opfern, die über das jeweilige Einzelschicksal hinaus auch gruppenbiographische Merkmale aufweisen.
Beschreibung:1 Online-Ressource (493 Seiten) Illustrationen, Diagramme
ISBN:9783412529703