Stasiland / Anna Funder. Aus dem Engl. übers. von Harald Riemann
Einzig ein "Stasiland" ist für Funder, eine junge australische Journalistin, die DDR gewesen. Die Wende-Revolution verkümmert so zur Anti-Stasi-Revolte. Diese Sicht ist anderswo längst durch eine differenziertere abgelöst, hier noch nicht. Selbst einer der Kronzeugen Funders rebelliert: &q...
Gespeichert in:
| Hauptverfasser: | Funder, Anna (VerfasserIn) |
|---|---|
| Weitere Verfasser: | Riemann, Harald (BerichterstatterIn) Funder, Anna |
| Format: | Buch |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: | Hamburg : Europ. Verl.-Anst, 2004 |
| Schlagworte: |
| Zusammenfassung: | Einzig ein "Stasiland" ist für Funder, eine junge australische Journalistin, die DDR gewesen. Die Wende-Revolution verkümmert so zur Anti-Stasi-Revolte. Diese Sicht ist anderswo längst durch eine differenziertere abgelöst, hier noch nicht. Selbst einer der Kronzeugen Funders rebelliert: "Für uns war die DDR nicht nur Stasi, Stasi, Stasi ..." In "Stasiland" aber dominieren Verfolgung, Folter, psychische Qualen, Horror. Dazu steuert indes Funder nach Besuchen 1995/96 in Ostberlin und Leipzig mit ihrem Outsiderin-Blick Beachtliches, meist gut Recherchiertes und literarisch ambitioniert Erzähltes bei - über das einstige Mielke-Imperium, ein Stasi-Gefängnis, teils prominente Opfer (z.B. Rockstar Klaus Renft, meist aber Frauen) und Täter (so die Stasi-Offiziere H. Koch und G. Bohnsack - dessen Memoiren BA 6/97 - und TV-Kommentator Schnitzler). Das mit Preisen gewürdigte Buch ist wegen der Verquickung eines sowohl lockeren Reportage- mit einem fast romanhaften, spannenden Story-Stil ein fesselndes Lektüreangebot für eine größere Leserschar schon ab 16. (2) |
|---|---|
| Beschreibung: | Orig.-Ausg.: The Text Publishing Company, Melbourne |
| Beschreibung: | 341 S |
| ISBN: | 3434505768 |