"Vorwärts und nicht vergessen"? : die Vergangenheitspolitik der Partei DIE LINKE und ihrer Vorgängerin PDS / Christian Lannert

Keine der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien steht so sehr im Banne der eigenen Geschichte wie die Partei "Die Linke" und ihre Vorgängerin PDS. Keine andere hat eine so wechselhafte Geschichte, wie diese aus der SED hervorgegangene Partei. Daraus ergibt sich die Frage, wie "D...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser:Lannert, Christian (VerfasserIn)
Format: Buch
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht:Göttingen : Wallstein-Verl, 2012
Schriftenreihe:Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert 8
Schlagworte:
PDS
SED
DDR
BRD
Internet:Inhaltstext
Book review (H-Net)
Rezension
Inhaltsverzeichnis
Rezension
Rezension
Details
Zusammenfassung:Keine der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien steht so sehr im Banne der eigenen Geschichte wie die Partei "Die Linke" und ihre Vorgängerin PDS. Keine andere hat eine so wechselhafte Geschichte, wie diese aus der SED hervorgegangene Partei. Daraus ergibt sich die Frage, wie "Die Linke" dieses Erbe verwaltet und wie sie ihre Geschichte als Mittel der Politik und der Profilierung nutzbar zu machen versucht. Christian Lannert schildert systematisch die Vergangenheitspolitik der Partei und beleuchtet einige der zum Verständnis ihrer Triebkräfte wesentlichen Diskurse. Am Ende steht ein zwiespältiger Befund: Der Autor zeigt eine Partei, die ihren hohen moralischen Ansprüchen bei der Aufarbeitung der SED-Vergangenheit zu genügen versucht, aber allzu oft mit aberwitzig geführten Debatten und ausufernden Grabenkämpfen in einem konfliktreichen Spannungsfeld zwischen DDR-Nostalgie und kommunistischer Utopie verharrt. „In seiner Arbeit bemüht sich der Autor um eine differenzierte Betrachtung. Zu Recht schreibt er: „Viele Studien über die Linke bzw. die PDS offenbaren mehr über die Gesinnung der Autoren als über den Gegenstand“ (S. 35). Allerdings bleibt auch seine eigene Darstellung streckenweise einseitig, da er den besonders geschichtsklitternden Aussagen der Orthodoxen wesentlich mehr Beachtung schenkt als den kritischen Erwiderungen innerhalb der Partei. Dennoch ist Christian Lannert ein wertvolles Buch gelungen, das in seiner Argumentation weitgehend überzeugt. Seine Thesen sind nicht neu, fassen aber den Forschungsstand zur Vergangenheitspolitik der Linken gut zusammen“ (hsozkult.geschichte.hu-berlin.de)
Beschreibung:Literaturverz. S. 260 - 292
Beschreibung:292 S.
ISBN:9783835311152