Geschichte in uns : Psychogramme aus dem Alltag / Jürgen Müller-Hohagen

Überlegungen und therapeutische Fälle zu pathogenen Spuren nationalsozialistischer Gewalt "in unserem individuellen Leben". Der Autor beschreibt die doppelbödige Atmosphäre in vielen Familien der Nachkriegszeit im Hinblick auf die unmittelbare Vergangenheit, die durch "Nebel"...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser:Müller-Hohagen, Jürgen (VerfasserIn)
Format: Buch
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht:München : Knesebeck, 1994
Schlagworte:
Internet:Inhaltsverzeichnis
Details
Zusammenfassung:Überlegungen und therapeutische Fälle zu pathogenen Spuren nationalsozialistischer Gewalt "in unserem individuellen Leben". Der Autor beschreibt die doppelbödige Atmosphäre in vielen Familien der Nachkriegszeit im Hinblick auf die unmittelbare Vergangenheit, die durch "Nebel" (Reich würde sagen "Pest"), Verleugnen der eigenen Mitschuld gekennzeichnet sei (vgl. auch Müller-Hohagen: "Verleugnet, verdrängt, verschwiegen", BA 12/88). Täter-Kinder neigen aus Loyalitätsgründen unbewußt zu Indentifikationen mit dem Aggressor-Ich der Eltern und gerieten dadurch in einen "Mechanismus der Stellvertretung", der zu selbstzerstörerischen und destruktiven Handlungen führen könne. Als Analyse sicher von breitem Interesse, wenn auch kein Aufschluß zu erhalten ist über die sicher sehr spezielle Therapie dieser vordergründig "nur" an normalen Unpäßlichkeiten, wie Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen etc., Leidenden. (2) (Helmut Wittmann)
Beschreibung:Literaturverz. S. 254 - [264]
Beschreibung:263 S 21 cm
ISBN:3926901691