Leni Riefenstahl : die Verführung des Talents / Rainer Rother

Was mich an dieser gut geschriebenen, gründlich recherchierten Monographie besondes beeindruckt, ist die Ausgewogenheit und Durchdachtheit des Urteils. Ohne irgend etwas schönzureden verfällt der Autor, Herausgeber einiger interessanter filmwissenschaftlicher Werke (vgl. zuletzt "Mythen der...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser:Rother, Rainer (VerfasserIn)
Weitere Verfasser:Riefenstahl, Leni (BerichterstatterIn)
Format: Buch
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht:Berlin : Henschel, 2001
Ausgabe:2. Aufl
Schlagworte:
Internet:Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Details
Zusammenfassung:Was mich an dieser gut geschriebenen, gründlich recherchierten Monographie besondes beeindruckt, ist die Ausgewogenheit und Durchdachtheit des Urteils. Ohne irgend etwas schönzureden verfällt der Autor, Herausgeber einiger interessanter filmwissenschaftlicher Werke (vgl. zuletzt "Mythen der Nationen - Völker im Film", ID 41/98), keiner der beiden in Bezug auf Leni Riefenstahl vorherrschenden gegensätzlichen Positionen, weder der von der Nazi-Hexe, die ihr mehr oder (meist) weniger hoch eingeschätztes Talent durch den Einsatz für eine böse Sache verriet, noch der vom Bild-Genie, das es ohne Berücksichtigung aller Ideologie zu bewerten gelte. Überzeugend diskutiert Rother persönliche Schuldfragen, die Ästhetik von Riefenstahls Werk und ihre Rolle als Sündenbock einer Gesellschaft, die ihre eigene nationalsozialistische Vergangenheit zu verdrängen suchte. Wegen der größeren Geschlossenheit würde ich das auch in den Anhängen sorgfältig gearbeitete, allerdings eher mäßig illustrierte Buch sogar dem Katalog des Potsdamer Filmmuseums ("Leni Riefenstahl", BA 5/99) vorziehen. (2) (Ingo Tornow)
Beschreibung:Bibliogr. S. 270 - 283
Filmogr. S. 262 - 269
Beschreibung:286, [32] S. Ill
ISBN:3894873604