Dekoloniale Rechtskritik und Rechtspraxis / Karina Theurer/Wolfgang Kaleck (Hrsg.)

Die Entwicklung des internationalen Rechts ist eng mit der Annexion außereuropäischer Gebiete verknüpft – und damit auch mit der systematischen Unterdrückung und Entrechtung der dort lebenden Menschen. Bis heute, so Wolfgang Kaleck und Karina Theurer, seien koloniale Machtstrukturen im Recht enthalt...

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Autres auteurs:Theurer, Karina (Éditeur intellectuel)
Kaleck, Wolfgang (Éditeur intellectuel)
Format: Livre
Langue:German
Publié:Bonn : Bundeszentrale für Politische Bildung, 2020
Édition:Sonderausgabe für die Bundeszentrale für Politische Bildung
Collection:Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung Band 10557
Sujets:
Accès en ligne:Inhaltsverzeichnis
Description
Résumé:Die Entwicklung des internationalen Rechts ist eng mit der Annexion außereuropäischer Gebiete verknüpft – und damit auch mit der systematischen Unterdrückung und Entrechtung der dort lebenden Menschen. Bis heute, so Wolfgang Kaleck und Karina Theurer, seien koloniale Machtstrukturen im Recht enthalten und legitimierten dadurch auch gegenwärtige Situationen von Ausbeutung und Ungleichheit. Kaleck und Theurer verbinden in ihrem Band theoretische Ansätze mit der Praxis und beziehen auch die Perspektiven von Aktivistinnen und Anwälten ein. Deutlich wird: Gewalt und Willkür der Kolonialisierung wurde seit dem 16. Jahrhundert im internationalen Recht formell legitimiert und dadurch als Unrecht "unsichtbar". Eine Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit und das Sichtbarmachen der rassistischen Spuren, die diese im Recht hinterlassen hat, sei für eine langfristige Dekolonialisierung des Rechts daher dringend notwendig.
Description:Literaturangaben
"Dieser Band geht zurück auf das Symposium "(Post-)Koloniales Unrecht und Juristische Interventionen" der Reihe "Koloniales Erbe - Colonial Repercussions", im Januar 2018 ... ." - Vorwort
Description matérielle:374 Seiten
ISBN:9783742505576