Ostexperten und Aktivisten : Nachrichtendienst und Gewalt zwischen NS-Staat und Sowjetunion / Daniel Bißmann
Bis heute wird der deutsch-sowjetische Krieg selten mit Wissen oder Expertise in Verbindung gebracht. Dabei banden NS-Institutionen wie das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zur Durchführung von Umsiedlung oder Massenmord sowie zur Organisation des Nachrichtendiensts im östlichen Europa gezielt Perso...
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| Hauptverfasser: | Bißmann, Daniel (VerfasserIn) |
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| Körperschaften: | Humboldt-Universität zu Berlin (Grad-verleihende Institution) Otto Harrassowitz GmbH & Co. KG (Verlag) |
| Weitere Verfasser: | Wildt, Michael (AkademischeR BetreuerIn) Hildermeier, Manfred (AkademischeR BetreuerIn) |
| Format: | Buch |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: | Wiesbaden : Harrassowitz Verlag, 2024 |
| Schriftenreihe: | Forschungen zur osteuropäischen Geschichte
Band 90 |
| Schlagworte: | |
| Internet: | Cover Inhaltsverzeichnis |
| Zusammenfassung: | Bis heute wird der deutsch-sowjetische Krieg selten mit Wissen oder Expertise in Verbindung gebracht. Dabei banden NS-Institutionen wie das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zur Durchführung von Umsiedlung oder Massenmord sowie zur Organisation des Nachrichtendiensts im östlichen Europa gezielt Personal mit besonderen Ressourcen wie Sprachkenntnissen ein. Denn nur wer verstehen und sich verständlich machen konnte, war in der Lage Herrschaft auszuüben. Mit dem an der Jahreswende 1941/42 gegründeten Unternehmen Zeppelin schufen die „Ostexperten“ des RSHA eine eigene Organisation für ihre nachrichtendienstliche Tätigkeit gegen die Sowjetunion. In diesem Buch rekonstruiert Daniel Bißmann nicht nur die Biografien der maßgeblichen Akteure des Unternehmens Zeppelin, sondern demonstriert zugleich, wie kollektive Erfahrungen und kognitive Karten vom „Osten“ dessen Aufbau prägten. Eine besondere Projektionsfläche, auf der die Zeppelin-Initiatoren ihre Vorstellungen von der Sowjetunion, stalinistischem Terror und Nationalitätenpolitik verhandelten, boten die aus den Reihen der sowjetischen Kriegsgefangenen als sogenannte Aktivisten geworbenen Agenten. Auch ihre Lebenswege verliert die Studie über Umbrüche und nationale Grenzen hinweg nicht aus dem Blick. Von der sowjetischen Spionageabwehr über die westdeutsche Justiz bis hin zur Staatssicherheit der DDR wird dabei der Prozess der Wissensproduktion zum Unternehmen Zeppelin bis in die Nachkriegszeit verfolgt. |
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| Beschreibung: | Literaturverzeichnis: Seite 476-495 Enthält ein Personenregister |
| Beschreibung: | VIII, 501 Seiten Illustrationen |
| ISBN: | 9783447120289 3447120282 |